Meine Geschichte (Max Bergmann, GC-Gründer)
Wir schreiben das Jahr 2017. Zu dem Zeitpunkt war ich 27 Jahre alt und komplett am Ende, mit mir und der Welt. Ich steckte in einer tiefen Depression fest. Alles schien den Bach hinunterzugehen. Das Ende meiner Beziehung, kein Job, finanzielle Probleme aufgrund fehlender Motivation Arbeit zu suchen und daraus folgend aufgelaufene Schulden. In der Not verkaufte ich mein Auto, um die Schulden begleichen zu können. Mit dem verbliebenden kleinen Betrag reiste ich durch Europa. Die letzte Etappe führte mich nach Barcelona. Dort angekommen, nur mit einem Rucksack voller Kleidung erkannte ich, dass ich nicht viel brauche um glücklich zu sein. Es dauerte keine Woche bis mir klar wurde: Ich werde auswandern, ich bleibe hier. Es war eine Phase, in der ich mich wie neugeboren fühlte. Alles war neu und aufregend. Die Sprache die mir unverständlich war, war im Endeffekt genau das, was mir innere Ruhe schenkte. Ich konnte die Außenwelt ausblenden und mich voll und ganz auf mich konzentrieren. Das war der Auslöser, der mich aus meiner Depression befreite und von da an ging es mir Tag für Tag besser. Im Laufe der Zeit lernte ich Englisch, verstand die Menschen in meiner Umgebung und baute mir das Leben auf, das ich mir immer erträumt hatte. Ich glaubte, es würde ewig so weitergehen. Doch dann brach Corona über Spanien herein. Wir waren quasi zwei Monate in unseren Wohnungen eingesperrt. Das löste ein Umdenken aus: Ich erkannte, dass auch diese Zeit ihr Ende finden würde. Der Wunsch, weiterzuziehen, festigte sich und wurde verstärkt durch den gesellschaftlichen Druck auf all jene, die die Lage kritisch hinterfragten. Das warf mich in eine neue Depression. Nach 4 Jahren in Barcelona packte ich all mein Erspartes zusammen und floh in das einzige Land, das mich noch ohne COVID-Impfung aufnahm und die Einschränkungen sehr übersichtlich bzw. gar nicht vorhanden waren: Mexiko. Dort nahm ich mir die Zeit, das Erlebte zu verarbeiten und einen frischen Start zu wagen, weit weg vom alten Leben. Es fühlte sich an wie ein Déjà-vu, ähnlich wie der Moment in Barcelona, als ich wieder niemanden verstand. Jedoch war ich zu impulsiv vorgegangen. Ich hatte eine Debitkarte die mit meinen Kryptos (Investition) verbunden war, aber wirklich damit arbeiten konnte damit nicht, weil firmen Gehälter zu 99,99% nicht in Kryptos auszahlen. Die Wirtschaftskrise traf mich hart, Investitionen schrumpften, das Geld wurde knapp, und schließlich zahlte ich mir mein letztes Geld aus und verbrachte damit insgesamt knapp 2 Jahre in Mexiko. Es endete damit, dass ich fünf Monate illegal in Mexiko verbracht hatte. Mit dem letzten Geld, welches ich mir von Freunden borgte, floh ich von Mexiko nach Amerika über die Landesgrenze, um von dort aus mit einem Flieger zurück nach Deutschland zu gelangen. Nach diesen zwei Rückschlägen war es nun an der Zeit, die nächste Auswanderung sorgfältig durchzuplanen. Wie man so schön sagt: Alle guten Dinge sind drei. 2 Jahre sind seit dem vergangen, ich bin inzwischen 34 Jahre alt, habe aus den Fehlern gelernt und nun habe ich alles, wovon ich solange geträumt habe. Ich kann von überall in der Welt arbeiten. Das ist das erste mal in meinem Leben, dass ich mich wirklich frei fühle.


